Dr. phil. Brigitte Augustin

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Historische Frauenforschung


In meiner Dissertation zu Leben und Werk Henriette Schrader-Breymanns habe ich anhand zahlreicher Dokumente die Wirkungsgeschichte dieser engagierten Pädagogin analysiert.


Schrader-Breymann eröffnete in Berlin nach jahrzehntelanger pädagogischer Erfahrung eine Ausbildungsinstitution für Kindergärtnerinnen und Erzieherinnen – das Pestalozzi-Fröbel-Haus. Für den zur praktischen Unterrichtung angegliederten Kindergarten entwickelte sie auf der Grundlage ihres ganzheitlichen Denkens und in Kenntnis der pädagogischen Konzepte Pestalozzis und Fröbels eine eigenständige Kindergartenpädagogik mit wegweisenden Elementen, die zum Teil noch heutige Kindertagesstätten prägen.


Die Studie zeigt auf, dass Schrader-Breymann das Ausbildungswesen im Bereich der frühkindlichen Erziehung und Bildung im ausgehenden 19. Jahrhundert weitreichend geprägt und didaktisch-methodisch beeinflusst hat.


Helene Lange, die Führerin der deutschen Frauenbewegung, 1899 zum Tode Schrader-Breymanns:


Wie kaum eine andere Persönlichkeit erschien sie denen, die sie kannten, als ein Charakter. Das trat schon mit dem durchgebildeten Kopf, den festen, durchgeistigten Zügen und dem energischen Blick zutage, mehr aber noch in den entschiedenen Stellungnahmen zu Themen, zu denen ihr umfassendes Wissen, ihre reife Einsicht, ihre Lebenserfahrung ihr dies gestatteten. (…) Will man die Summe ziehen, so hat Henriette Schrader durch ihre ganze Persönlichkeit, ihr im Pestalozzi-Fröbelhaus verkörpertes Erziehungswerk, durch den starken Einfluß, den sie auf viele hunderte von jungen Mädchen geübt hat, die heute als Mütter und Erzieherinnen ihre Ideen zu verkörpern suchen, durch die heilige Ueberzeugung, die sie auch ihnen einzupflanzen verstand, dass die Frau eine Kulturmission zu erfüllen hat, die nicht durch den üblichen gleichgültigen Ehe- und Mutterschlendrian erfüllt wird, eine größere Bedeutung für die deutsche Frauenbewegung als Dutzende von Halbmännerchen, die von lärmender Agitation ihre geistige Existenz fristen. Schon ihr bloßes Dasein, die imponierende Geschlossenheit ihrer Natur, die bei aller Energie nicht einen Augenblick die Weiblichkeit verleugnete, plädierte für die echte Emanzipation des Weibes.




Veröffentlichungen

Henriette Schrader-Breymann. Biografische Rekonstruktion unter besonderer Berücksichtigung ihres Beitrages zur Professionalisierung der pädagogischen Berufsarbeit für Frauen im Deutschland des 19. Jahrhunderts. Kiel 2012


Henriette Schrader-Breymann (1827-1899). Schulgründerin und Ideengeberin Anna Vorwerks. In: Gabriele Ball und Juliane Jacobi: Schule und Bildung in Frauenhand. Anna Vorwerk und ihre Vorläuferinnen. Wiesbaden 2015, S. 251-276


Henriette Schrader-Breymann, eine Pionierin sozialpädagogischer Arbeit. Ihr Leben und ihr Werk. Oldenburg 2004 (unveröffentlichte Dipl.-Arbeit)


Henriette Schrader-Breymann – eine Pionierin sozialpädagogischer Arbeit, Teil 1. In: Querschnitt (Zeitschrift für Deutschlehrer an Dänischen Handelsschulen). Dec. 2004, Nr. 4, S. 34-39


Henriette Schrader-Breymann – eine Pionierin sozialpädagogischer Arbeit, Teil 2. In: Querschnitt (Zeitschrift für Deutschlehrer an Dänischen Handelsschulen), 2005, Nr. 1, S. 36-43


Rückfragen unter brigitteaugustin@aol.com




Im Juli 2012 konnte ich meine wissenschaftliche Arbeit mit der Promotion zur Doktorin der Philosophie (Dr. phil.) an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg abschließen.


ISBN 978-3-86342-267-9

Das Werk ist bei der Autorin, im Buchhandel und bei AMAZON erhältlich.




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